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Hier die häufigsten Parasiten und deren Überlebenszeit ohne Wirt im Koiteich
Wie viele wissen,
leben Parasiten von Gewebefllüssigkeiten oder Kiemengewebe und sind immer, um zu überleben auf einen Wirt angewiesen. Die Vermehrung von Parasiten ist auch von der Temperatur abhängig. Unsere Angaben entsprechen einem Koiteich
im Sommer, in dem die Wassertemperatur zwischen 20° und 25° liegt.
Ichthyo oder auch Grießkörnchenkrankheit genannt.
Die eingekapselten Parasiten erkennt man mit dem bloßen Auge. Kleine weiße Kugeln
sind auf dem Fischkörper zu erkennen. Die Kapseln durchdringen die Fischhaut und platzen auf, so kommen mehrere tausend Schwärmer frei, die zu diesem Zeitpunkt durch Medikamente abgetötet werden können. Noch geschlossene
Kapseln werden durch Medikamente nicht abgetötet, darum ist bei Ichthyo immer eine Langzeitbehandlung notwendig. Die freischwimmenden Schwärmer müssen sich innerhalb von 45 Stunden einen Wirt suchen um zu überleben.
Ankerwürmer
Nicht ganz so häufig anzutreffende Parasiten im Koiteich. Ankerwürmer sind mit dem bloßen Auge zu erkennen. Kleine, weiße Fäden bis zu 10 mm ragen zwischen den Schuppen heraus. Diese Parasiten
verursachen kleine rote Stichstellen, die sich rasch entzünden können und somit zu Schuppenverlust führen. Frisch geschlüpfte Ankerwürmer sterben innerhalb von 4 Tagen ohne Wirt ab.
Argulus oder auch Karpfenläuse genannt.
Karpfenläuse sind bis zu 13 mm kleine, flache Krebstierchen, die mit einem stachelförmigen Rüssel Gewebssäfte aus der Haut der Koi saugen. Es gibt weit über 50 unterschiedliche
Arten von Karpfenläusen. Vom Weibchen gelegte Eier benötigen 4 -5 Wochen, um sich zu entwickeln, dann schlüpfen die jungen Karpfenläuse, die innerhalb von 2 Wochen einen Wirt finden müssen, um zu überleben.
Hautwürmer oder Gyrodactylus
Gyrodactylus sind kleine Hautwürmer. Es gibt hier auch unterschiedliche Arten, die zwischen 0,25
und 0,8 mm groß werden können. Diese Hautwürmer ernähren sich hauptsächlich von Oberhautzellen. Es sind mittlerweile neue Gyrodactylus-Arten bekannt, die sich auch vom Kiemengewebe ernähren. Gyrodactylus ist gegenüber
Dactylogyrus lebend gebärend und heutzutage ein häufig anzutreffender Parasit in der Koi-Szene. Gyrodactylus ist ohne Wirt bis zu 10 Tagen lebensfähig.
Kiemenwürmer oder Dactylogyrus
Dactylogyrus
ernährt sich hauptsächlich vom Kiemengewebe der Koi. Hier gibt es auch unterschiedliche Arten, die bis zu 2,3 mm groß werden können. Die häufigste Art, die hier bei uns vorkommt und unsere Koi befällt, ist Dactylogyrus
vastator, die bis zu 1,0 mm lang werden können. Dactylogyrus legen im Gegensatz zu Gyrodactylus Eier, die nachher zu Boden fallen. Nach spätestens 10 Tagen schlüpfen kleine schwimmfähige Larven, die innerhalb von 1 Tag
einen Wirt finden müssen, um nicht zu sterben. Ausgewachsene Kiemenwürmer sterben ohne Wirt innerhalb von 9 Tagen sicher ab.
Trichodina
Der am häufigsten anzutreffende Parasit im Koiteich ist Trichodina.
Bekannt durch seine runde, Kreisssägeblatt, gezackte Form. Hier gibt es auch unterschiedliche Arten, die bis zu 75 um groß werden können. Trichodina befällt die Kiemen und Haut der Koi. Die Vermehrung von Trichodina erfolgt
durch Querteilung und das bei hohen Temperaturen sehr schnell, was rasch zu Massensterben der Koi im Teich führen kann. Freischwimmende Parasiten überleben ohne Wirt maximal 30 Stunden.
Costia
Der
kleinste Parasit mit 15 um Größe im Koiteich. Ein Parasit der aber nicht ganz so häufig wie Trichodina im Teich anzutreffen ist. Costia ernährt sich von Hautzellen und tritt oft bei schlechter Hälterung oder Überbesatz auf.
Dieser kleine Parasit vermehrt sich auch durch Teilung. Freischwimmende Costia im Teich sterben nach 1 bis 2 Stunden sicher ab.
Autor
Manfred Marx
copyright Oldenburg-Koi
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